|
Die
Mimikry-Hypothese
Nach einer für das
Independent Alien Network überarbeiteten Fassung der
Mimikry-Hypothese von Dr. Johannes Fiebag.
Anliegen von Dr. Johannes Fiebag war es, nach eigenen Worten
"...mit dieser Hypothese einige jener Unstimmigkeiten,
Widersprüche und Wirrungen in den Griff zu bekommen, die sich
uns durch die Präsentation extraterrestrischer Phänomene
über die Jahrtausende hinweg zeigen. Freilich können
diese Unstimmigkeiten auch auf andere Weise erklärt werden,
und die Mimikry-Hypothese erhebt - wie jede andere vernünftige
Hypothese auch - keinen Anspruch auf absolute Wahrhaftigkeit. Es
mag sein, daß sie sich eines Tages tatsächlich als
falsch erweist, aber ich denke doch, daß wir - zumindest im
Moment - damit ein sehr wertvolles Instrument in der Hand haben, um
eine ganze Reihe rätselhafter Ereignisse in Vergangenheit und
Gegenwart zu erklären."
Die Idee zu dieser Hypothese war Dr. Fiebag im Rahmen seiner
Beschäftigung mit dem Phänomen der Marienerscheinungen
gekommen. 1991 veröffentlichten sein Bruder Peter und er ihr
Buch Himmelszeichen, in dem sich sich intensiv mit solchen
Manifestationen auseinandersetzten und Indizien dafür
aufzeigten, daß Marienerscheinungen nichts anderes als
Offenbarungen einer außerirdischen Intelligenz,
angepaßt dem Verständnis der kontaktierten Personen,
sein könnten.
Nach Ansicht der Autoren erkennt man, setzt man die häufigsten
Beobachtungen beim Auftreten von UFOs in Relation zu dem, was sich
uns bei Marienerscheinungen zeigt, sehr schnell die deutlichen
Übereinstimmungen, die sich bei beiden Phänomenen
ergeben. Die Vielzahl dieser Übereinstimmungen könne -
nach allen Gesetzen der Zufallsrechnung und Statistik - nicht mehr
als "zufällig" angesehen werden. Vielmehr sei hinter beiden
Phänomenen der gleiche Verursacher anzunehmen: religiöse
Verbrämung dort, wo es nötig ist. Maskierung, den
sozio-kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen
angepaßt. Rückgriff auf die Phantasien und Vorstellungen
der Menschen selbst. Tarnung unter einem Deckmantel dessen, was wir
selbst zu sehen wünschen. Nichts anderes als ein
ausgeprägtes Mimikry-Verhalten.
Die Bedeutung des Wortes Mimikry kommt aus der
Biologie und umschreibt lt. Duden in erster Linie die
Schutztracht wehrloser Tiere, die in Färbung und Gestalt
wehrhafte oder ungenießbare Tiere nachahmen, in der davon
abgeleiteten zweiten Bedeutung "Anpassung" und
"Tarnung".
Und genau darum handle es sich: Anpassung. Diese fremde,
außerirdische Intelligenz passe sich uns an - unserem
Verständnis, unseren Vorstellungen, unseren Phantasien,
Ängsten und Hoffnungen.
Dr. Fiebag vergleicht dieses Vorgehen mit der Art, in der
neuzeitliche Ethnologen sich einem neuentdeckten Stamm in der
Südsee oder in Afrika zuwenden würden. Ohne den Einsatz
der neuesten technischen Errungenschaften würden sich die
Forscher bewußt auf das Niveau der Eingeborenen begeben, ihre
Sitten und Gesetze befolgen und nachahmen um so in deren
Gemeinschaft verstanden und akzeptiert zu werden - ein
Forscherverhalten, daß man heute als "teilnehmende
Beobachtung" charakterisiert. Dies könne man als Vorstufe zu
einem weit höher entwickelten Mimikry-Verhalten betrachten,
wie es die Außerirdischen uns gegenüber an den Tag
legen.
Beispiele für diese Anpassung an Raum, Zeit, Kulturkreis und
Vorstellungswelt seien, um nur einige zu nennen:
- die
biblischen Gotteserscheinungen, die zum einen z.T.
ausgezeichnet die dahinter stehende Technologie erkennen lassen
würden (Raumschiff und Tempel des Ezechiel,
Manna-Maschine) zum anderen auf die Hebräer wie
göttliche Offenbarungen wirken mußten;
- die indischen Göttererscheinungen, die sich
gleichfalls diesem Kulturkreis und seiner religiös-mystischen
Auffassungen anpaßten und darüber hinaus heute exakte
technologische Interpretationen erlaubten (Vimanas,
Militärtechnologie etc.);
- die
während des Mittelalters beobachteten
Himmelserscheinungen, die jeweils dem damaligen
Vorstellungshorizont entsprachen (fliegende Schilde, Feen,
Zwerge etc.), heute aber Parallelen zu antiken und aktuellen
Kontakten aufzeigen ließen;
- das Luftschiffphänomen im ausgehenden 19.
Jahrhundert, bei dem Objekte beobachtet wurden, die zwar allgemein
dem Verständnis der damaligen Menschen entsprachen,
andererseits aber jenseits des damals konkret angewandten
technologischen Standards lagen;
- das Phänomen der Marienerscheinungen der vergangenen
Jahrhundert bis in die Neuzeit, welches in den Fällen zum
Tragen käme oder komme, in denen durch die katholische
Glaubenslehre geprägte Bevölkerungsgruppen einer
Observierung oder Manipulation unterliegen sollten;
- schließlich das UFO-Phänomen unserer Tage: UFOs
und die damit verbundenen CE-Kontakte und Entführungen
entsprächen sehr gut unseren Vorstellungen
außerirdischer Raumschiffe, ihrer Insassen und deren
Verhaltensmodi. Sie mögen gerade deshalb nichts anderes
repräsentieren, als die dem ausgehenden 20.Jahrhundert
entsprechende angepaßte Reflektion eben dieser Vorstellungen
einer extraterrestrischen Technologie. Sie bilden somit eine
Synthese zwischer einer real existierenden außerirdischen
Kraft und unserer eigenen imaginativen Strukturen.
Die Mimikry-Hypothese verbindet auf diese Weise auch jene
Argumente, die bislang von Seiten der psychologisch orientierten
UFO-Forscher in die Diskussion eingebracht wurden (UFOs als
Phänomen des Unbewußten) mit der gängigen Hypothese
materieller Objekte. UFOs wären demnach - genauso wie
Marienerscheinungen, die Luftschiffe des letzten
Jahrhunderts, die fliegenden Schilde des Mittelalters und
die Götter und Gotteserscheinungen des Altertums -
nichts anderes als die unserer jeweiligen Vorstellungswelt
angepaßten Tarn-Projektionen einer außerirdischen
Intelligenz, die mit diesem Mimikry-Verhalten ihre eigenen
Pläne verfolgt und uns gleichzeitig Informationen über
die dahinter stehende Struktur ihrer Eingriffe vermitteln kann. Mit
anderen Worten: wir hätten es mit einer hochkomplexen, von
langer Hand geplanten und im Grunde auf uns Menschen am Beginn des
Raumfahrtzeitalters abgestimmten Strategie zu tun - eben mit der
von Erich von Däniken bereits vor Jahren so treffend
titulierten "Strategie der Götter".
Ein nicht ganz unberechtigter Einwand gegen diese Vorstellung ist
folgender: Wenn es sich bei all dem im Grunde nur um mehr oder
weniger geschickte Illusionen handelt - gehören dann auch so
konkret beschriebene Objekte wie das Ezechiel-Raumschiff oder die
Manna-Maschine oder was auch immer dazu?
Dr. Fiebag stellt hierzu klar: Projektion bedeutet, im Sinne der
Verwendung des Wortes in seinem Sinne, nicht das, was wir heute
unter einer dreidimensionalen Laserprojektion verstehen. Projektion
bedeute in diesem Falle eine totale Anpassung an die
gegebenen Bedingungen d.h. eine räumlich und zeitlich absolut
konstante, dreidimensionale und materielle Schöpfung.
Nach Ansicht Dr. Fiebags stellt sich weniger die Frage nach der
Realität einer Manna-Maschine oder eines Ezechiel-Raumschiffs.
Vielmehr sei die Realität unserer gesamten Welt in Frag
gestellt. Wie real ist überhaupt das, was wir als Wirklichkeit
erachten? Es gibt heute einige interessante Vorstellungen, die in
der Welt, wie wir sie wahrnehmen, nur einen Schatten der
"wirklichen Wirklichkeit" sehen.
Der Physiker Prof. David Bohm und der Biologe Prof. Karl Primbram
etwa haben mit ihrer Idee vom "holografischen Universum" in dieser
Hinsich ein inzwischen fast als klassisch zu bezeichnendes Modell
vorgelegt. Demnach ist es unser Gehirn, welches - so Bohm und
Primbram wörtlich - "auf mathematischem Wege eine objektive
Realität durch die Interpretation von Frequenzen erzeugt, die
letztlich Projektionen aus einer Dimension sind, einer tieferen
Seinsordnung, die sich jenseits von Zeit und Raum erstreckt. Das
Gehirn ist ein Hologramm, das sich in einem holografischen
Universum verhüllt."
Hologramme kennt inzwischen fast jeder: scheinbar dreidimensionale
Bilder. Aufgenommen mit Spezialkameras unter Zuhilfenahme eines
Lasers, wird das fotografierte Objekt auf eine Platte gebannt - auf
der man außer einigen schillernden Ringen überhaupt
nichts sieht. Erst, wenn man unter einem bestimmten Winkel wieder
eine starkte Lichtquelle auf die Platte richtet, erscheint das
aufgenommene Objekt: dreidimensional und scheinbar lebensecht, aber
letztlich doch als Illusion, denn wenn wir unsere Hand ausstrecken,
greifen wir allen scheinbaren optischen Eindrücken zum Trotz
ins Leere.
Unser Universum, so glauben Primbram und Bohm, ist auf die gleiche
Weise strukturiert. Unser Gehirn oder besser unser Bewußtsein
ist der Lichtstrahl, in dem wir das illusionäre Bild der Welt
erkennen, das von einem viel subtileren, für uns nicht
wahrnehmbaren Frequenzmuster erzeugt wird. Die "Fotoplatte" und die
darauf eingetragenen Strukturen der wirklichen Wirklichkeit
erkennen wir nicht.
Wir können sie nicht erkennen, weil unser Gehirn gar nicht
dazu in der Lage ist. Es ist nicht nur an die Illusion, die uns
umgibt, gewöhnt, es würde vollkommen versagen, gäbe
es diese Illusion plötzlich nicht mehr. Es stünde in
einem grenzenlosen, unglaublich verwirrenden, komplexen Etwas, das
sich mit nichts vergleichen ließe, was wir kennen.
Wie - um auf unsere Problematik zurückzukommen - würde
sich denn eine sehr weit entwickelte Intelligenz in Anbetracht
dieser Situation verhalten? Welche Möglichkeiten hätten
sie, in unserer Welt, in unserer Wirklichkeit zu agieren? Nehmen
wir einmal an, sie hat nicht nur Kenntnis der internen
Zusammenhänge der Realität, sondern auch Mittel und Wege
erlangt, über die tieferen, für uns
unsichtbaren Strukturen der Wirklichkeit Eingriffe
vorzunehmen?
Whitley Strieber, jener amerikanische Schriftsteller, der - wie
viele andere - seit seiner Kindheit im Bannkreis der Anderen
steht, hat einmal geschrieben: "Wenn Außerirdische hier sind,
dürfen wir annehmen, daß sie äußerst
fremdartig sind - ganz buchstäblich fremdartiger als alles,
was wir uns überhaupt vorstellen können."
Und genau das ist unser Problem: wir können uns nicht
vorstellen, wie eine unsagbar fortgeschrittene, uns um
Jahrtausende, ja vielleicht Jahrmillionen überlegene
Intelligenz strukturiert ist, wie sie handelt, nach welchen Motiven
sie plant und vorgeht. Viele von uns können sich ja nicht
einmal vorstellen, daß es eine solche Intelligenz
überhauptgibt.
Dr. Fiebag hat in seinen letzten Büchern versucht, die Welt,
wie wir sie kennen, als eine Art "Cyberspace" zu beschreiben. Mit
Cyberspace bezeichnet man künstlich geschaffenen Räume,
ja ganze Universen, die im Grunde nur in der Software
hochgezüchteter Computer existieren. Aber der Cyberspace und
die Virtuelle Realität (VR) haben den Vorteil, daß man
sie nicht nur auf einem Bildschirm beobachten, sondern in sie
"hineinsteigen" kann.
Mit Spezialbildern, die dreidimensionale Bilder vermitteln und
Datenhandschuhen oder sogar Ganzkörperanzügen
ausgerüstet, kann der Cybernaut sich in diesem Universum
seiner Wünsche frei bewegen. Er erlebt dort eine andere
Realität, eine fremde Wirklichkeit. Was wir im Moment in Bezug
auf die Weiterentwicklung der VR erleben, ist aber nur der Anfang.
Wir können davon ausgehen, daß in wenigen Jahrzehnten
Brillen und Datenhandschuhe längst zum "alten Eisen"
gehören, das Gehirn selbst mit dem Computer "verdrahtet"
werden kann und die Vorstellung, in einer völlig anderen Welt
zu agieren, perfektioniert worden sein wird. Was ist dann
Wirklichkeit? Was Illusion?
Der amerikanische Mathematiker und Indologe Dr. Richard Thompson
vergleicht die Weltsicht der alten Inder mit den Eindrücken,
die wir in der VR gewinnen. Die Fähigkeiten der Götter,
die in den vedischen Schriften beschrieben werden, der Aufbau des
Alls, die Vorstellung über die "Schaltzentralen" im Universum
- all das sein im Grunde identisch mit dem Konzept einer virtuellen
Realität.
Weder Thompson noch Fiebag behaupten, daß unsere Welt
tatsächlich in einem riesenhaften Computer existiert. Aber im
Cyberspace finden wir eine ausgezeichnete Analogie dafür, wie
unsere Welt und das, was wie davon wahrnehmen, strukturiert zu sein
scheint: was wir erkennen, ist nur die Oberfläche, eine
glänzende, glitzernde, spiegelnde Oberfläche, die uns den
Blick auf das, was dahinter liegt, verwehrt.
Der amerikanische Astrophysiker Prof. Timothy Ferris denkt in
seinem neuen Buch darüber nach, ob außerirdische
Intelligenzen nicht ein galaxienweites Netzwerk untereinander
kommunizierender Sonden installiert haben könnten. Wenn wir
annehmen, irgendwann vor Jahrmillionen habe eine intelligente
Spezies damit begonnen, in jedem erreichbaren Sonnensystem eine
soche Sonde zu installieren, die beständig Daten aufnimmt und
an die Heimatzivilisation zurücksendet, könnte heute in
der Tat das gesamte Weltall durch ein solches Netz miteinander
verbundener Sonden und damit miteinander verbundener Intelligenzen
verknüpft sein.
Diese Ferrris-Sonden würden natürlich nicht nur
schöne Fotos und Messungen aus der Atmosphäre der
beobachteten Planeten zurückschicken, sondern ein absolut
umfassendes Bild. So umfassend, daß man auf dem
Heimatplaneten (oder was auch immer diese Intelligenzen als ihre
Heimat bezeichnen mögen) diese Daten zu einem
Cyberspace-Modell umrechnen kann.
Die gäbe den Wesen dort eine ganz interessante
Möglichkeit an die Hand: sie könnten nämlich -
befände sich eine solche Ferris-Sonde zum Beispiel in unserem
Sonnensystem - einfach in diese künstlich erzeugte
Cyberspace-Erdsimulation einsteigen. Völlig ohne Risiken. Sie
könnten durch das Brandenburger Tor spazieren oder
Kletterpartien am Mount Everest unternehmen, sie könnten sich
in irdische Krisengebiete begeben und an einer Messe auf dem
Petersplatz teilnehmen.
Unmöglich? Die amerikanische Firma LunaCorp hat 1993 einen
kleinen Mondrover entworfen. Nach ihren Vorstellungen soll er
irgendwann in den kommenden Jahren gestartet werden und dann auf
dem Mond, angetrieben von Solarzellen, mehr oder weniger unbegrenzt
herumfahren können. Nichts Neues? Doch, denn dieser und
ähnliche Mondrover sollen jedermann zur Verfügung stehen.
In den großen amerikanischen Vergnügungsparks will man
die Zentrale einrichten, von denen aus die LunaCorp-Rover über
den Mondboden gesteuert werden können. Von jedem, der sich das
zunächst sicher nicht ganz billige Vergnügen leisten
kann.
Der Gag an der Sache: die von dem Rover auf dem Mond aufgenommenen
Bilder werden auf der Erde zu einem Cyberspace-Modell umgerechnet.
Der Pilot sitzt also irgendwo in Disney-World, hat eine
Cyberspace-Brille vor den Augen - und glaubt tatsächlich auf
dem Mond zu fahren. Das ständige Rucken und Wackeln des Rovers
wird über Signale zur Erde übermittelt und auf den
Pilotenstuhl übertragen.
Dies ist im Grunde nichts anderes als eine primitive Ferris-Sonde.
Und von diesen Ferris-Sonden aus ist es nur ein kleiner Schritt zu
meiner Vorstellung, daß nämlich fremde Intelligenzen in
unserer Wirklichkeit selbst agieren und diese Wirklichkeit als
Cyberspace nutzen.
Die nächste Stufe einer solchen Sonde wäre ihre Nutzung
als Transmitter: nicht direkt für diese Wesen, aber für
ihr Bewußtsein. Dies könnte ihnen die Möglichkeit
bieten, gefahrlos hierher zu kommen, von ihrer Welt zu unserer
Welt, in den "Cyberspace" einzutauchen und in das einzugreifen, was
wie unsere Wirklichkeit nennen.
Der Physiker Prof. Michael Swords hält ein solches Szenario
nicht nur für möglich, sondern hält es auch für
vereinbar mit den Aspekten des UFO-Phänomens. Implantate zum
Beispiel würden nach dieser Sichtweise mikro-miniaturisierte
Ferris-Sonden sein, die einzelnen Betroffenen eingesetzt werden und
es den Fremden ermöglichen, sich in unserer Wirklichkeit
aufzuhalten.
Das mag zutreffen oder auch nicht. Vermutlich sind viele
verschiedene Modelle realisiert, weil viele unterschiedliche
Intelligenzen an dem Projekt "Menschheit" beteiligt sind, welches
wiederum nur ein Unterprojekt eines größeren Projekts
sein dürfte, das wiederum ein Teilprojekt eines noch viel
größeren Projekts ist... Es ist diese Komplexität,
die uns verwirrt und die sich in nichts deutlicher ausdrückt,
als in dem, was wir "das UFO-Phänomen" nennen, nach Ansicht
Dr. Fiebags vielleicht aber besser als "Besucher-Phänomen"
bezeichnen sollten.
Dieses Phänomen konfrontiert uns nämlich genau mit dieser
"anderen Welt". Es zeigt uns in all seiner (allerdings nur für
uns existierenden) scheinbaren Verworrenheit, wir irreal unsere
eigenen Vorstellungen von der Realität selbst sind. Es
stößt uns durch seine bizarre Existenz förmlich mit
der Nase darauf, wie zerbrechlich all das ist, was wir als die
Säulen der Wirklichkeit erachten: unsere Welt, unser Universum
und uns selbst.
Denn "Wirklichkeit" ist nicht unbedingt gleich "Wirklichkeit". Sie
hat viele Facetten - Seiten die wir kennen und Seiten, die uns
unbekannt sind. Unser Gehirn - aufgrund einer viereinhalb
Milliarden Jahre andauernden Evolutionsgeschichte - auf für
unsere Überleben notwendige Sachzwänge konditioniert,
nimmt nur bestimmte Teilbereiche der Wirklichkeit wahr.
Der eingeengte Realitätstunnel, in dem jeder von uns lebt,
erlaubt uns nur beschränkte Sicht. Was darüber hinaus
geht, nehmen wir einfach nicht zur Kenntnis. In der Regel
interessiert es uns nicht einmal. Aber nichts ist von
größerer Unsicherheit, als die scheinbare Sicherheit, in
der wir uns wiegen. Die Begegnung mit dem "Unmöglichen" kann
schneller über uns hereinbrechen, als wir im Moment annehmen
zu glauben geneigt sind.
Etwas ist da, etwas ist um uns. Etwas nimmt Einfluß auf uns.
Es wird dort konkret, wo wir es nicht erwarten. Es lauert in
unseren Wäldern und über abseits gelegenen
Landstraßen, in den Wolken ebenso wie in den Zimmern unserer
eigenen Häuser....
Einige der von den Fremden "Entführten", die den Mut und die
Kraft fanden, angesichts ihrer Erfahrung den Fremden die Frage nach
dem Sinn des Geschehens zu stellen, bekamen meist die stereotype
Antwort: "Es ist unser Recht!" - Ihr Recht? Weshalb? Wer gab ihnen
dieses Recht? In einem anderen Fall, den Prof. David Jacobs
zitiert, erzielte eine "Entführte" eine überaus
erschrockene Reaktion der Gestalten, als sie ihnen an den Kopf
warf: "Ihr seid Formwandler!".
Denn genau das scheinen sie zu sein: Formwandler. Sie sind nicht
das, was sie für uns zu sein scheinen oder vorgeben zu sein.
Ihr Mimikry-Verhalten verdeckt, was sich dahinter verbirgt. Welche
Antworten wir auch immer finden mögen, welche Erklärungen
sich auch immer anbieten - sie sind vermutlich falsch. Je tiefer
wir versuchen, in das Szenario einzudringen, desto komplizierter
und verwirrender stellt es sich dar. Aber eines ist sicher: irgend
etwas geschieht! Es geschah in fernster Vergangenheit und hat nie
aufgehört - es geschieht mitten unter uns!
Das, wovon wir glauben, es sei die Welt und die Wirklichkeit, ist
nichts anderes als das Maya der alten Inder, ist Illusion,
Täuschung, eine gigantische Maske und Requisiten eines
Theaterstücks, das sich "Universum" nennt. Es ist ein
großer, schillernder Spiegel, in den wir blicken und von dem
das Besucher-Phänomen nur einen kleinen Teil darstellt.
Der amerikanische Wissenschaftspublizist Dr. Keith Thompson legt in
seinem Buch über Engel und Außerirdische eine Auffassung
dar, die exakt der Dr. Fiebags entspricht: "Kurz gesagt,
nicht losgelöst von der Debatte, ob UFOs echt seien
oder nicht, sondern exakt in ihrem fruchtbaren Zentrum bewirkt das
UFO-Phänomen, was seine unabdingbare Pflicht zu sein scheint:
in der kollektiven Psyche der Menschen die Erwartung eines
unbestimmten, aber unvermeidlichen "Kontakts" zwischen der
Menschheit und einem unfaßbaren Andersartigen zu nähren.
Und weil die Beschaffenheit dieses Kontakts und dieses
Andersartigen nicht näher beschrieben und deshalb
gegenüber unbegrenzten Mutmaßungen offensteht,
entwickeln die symbolischen Dimensionen des Phänomens einen
immer größeren Reiz."
Was mit den "Entführten" geschieht, ist vielleicht nur der
Anfang, der Beginn einer globalen Veränderung, ist eine
Transmutation des Bewußtseins, die mehr und mehr Menschen
erfassen wird. Schätzungen aus den USA gehen davon aus, das
bereits 20 Prozent aller Amerikaner vom "Entführungs-"Syndrom
betroffen sind, Dr. Fiebag setzt aufgrund der Arbeiten zu seinem
Buch über "Entführungen" in Deutschland, Österreich
und der Schweiz den Anteil innerhalb dieser Gebiete ähnlich
hoch an. Aber 20 Prozent - das ist weit mehr, als jede simple
Hypothese zu erklären vermag. "Vielleicht", hat der
Harvard-Psychologe Prof. John Mack geschrieben, "vielleicht sind
wir alle Entführte - auf die eine oder andere
Weise."
In allen Mythen und Religionen haben die Götter versprochen,
zurückzukehren. Vielleicht stehen wir an der Schwelle dieses
Ereignisses. Vielleicht findet es auch erst in einer der
nächsten Generationen statt.
Wir sollten vorbereitet sein. Was auch immer geschieht - es
betrifft letztlich uns alle. Uns alle bedeutet aber: teilzuhaben an
einem Geschehen, von dem wir noch immer so gut wie nichts wissen.
Es ist an der Zeit, zumindest darüber nachzudenken.
Und - gibt es wirklich etwas Bedeutsameres, etwas Wichtigeres,
etwas Notwendigeres als genau das....?
Literatur:
Beier, H.H.: Kronzeuge
Ezechiel. Ronacher Verlag, München 1995. Neu herausgegeben bei
Ullstein, Berlin 1996.
Blumrich, J.: Da tat sich der Himmel auf. Econ,
Düsseldorf-Wien 1972. Neu herausgegeben bei Ullstein, Berlin
1995.
Ferris, T.: Das intelligente Universum. Byblos-Verlag, Berlin
1992.
Fiebag, J.: Die Mimikry-Hypothese. Ancient Skies, 4, 1990. Ancient
Astronaut Society, Feldbrunnen, Schweiz (jetzt: Beatenberg,
Schweiz)
Fiebag, J. und P.: Himmelszeichen. Goldmann-Verlag, München
1991. Neu herausgegeben unter dem Titel: Zeichen am Himmel,
Ullstein 1995.
Fiebag, J.: Die Anderen. Herbig-Verlag, München 1993.
Fiebag, J.: Kontakt. Langen Müller-Verlag, München
1994.
Fiebag, J.: Sternentore. Langen Müller-Verlag, München
1996.
Fiebag, J.: Das Entführungsphänomen im deutschsprachigen
Raum. In : J.Fiebag (Hrsg.): Das UFO-Syndrom, Knaur-Verlag,
München 1996.
Jacobs, D.: Geheimes Leben. Kopp-Verlag, Rottenburg 1996.
Mack, J.: Entführt. Bettendorf´sche Verlagsanstalt,
Essen 1995.
Sassoon, G. und Dale, R.: Die Manna-Maschine. Pabel-Verlag, Rastatt
1979. Neu herausgegeben bei Ullstein, Berlin 1995.
Strieber, W.: Die Besucher, Heyne-Verlag, München 1990.
Swords, M.: Does the ETH make sense? International UFO Reporter,
Chicago 1992.
Talbot, M.: Das holografische Universum, Droemer Knaur-Verlag,
München 1996.
Thompson, K.: Engel und andere außerirdische. Knaur-Verlag,
München 1996.
Thompson, R.: Begegnungen mit Außerirdischen.
Bettendorf´sche Verlagsanstalt, Essen 1997.
|